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FDP-Kreisvorsitzender Teltow-Fläming

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Die sich selbst erfüllende Prophezeiung

Glaubt man den amtlichen Prognosen und Verlautbarungen der Landesregierung und der diese tragende Fraktionen von SPD und Linken in Brandenburg, geht es mit dem ganzen Land Berg ab: immer weniger Kinder, eine deshalb rasant alternde Bevölkerung und sinkende Einnahmen. Folge dieser amtlich erwarteten Entwicklung sind aus Sicht von Landesregierung und den Regierungsfraktionen, dass es einer Kreis- und Gemeindegebietsreform bedarf, der Nahverkehr dem angepasst werden muss und die Landesplanung dies berücksichtigen muss.

Tatsächlich erlebt Brandenburg in vielen Regionen, dass die Kita-Plätze derzeit wegen der Zuzüge und Geburten nicht mehr ausreichen, die Bevölkerungszahlen im Berliner Umland stärker als erwartet steigen, auch in den erweiterten Berliner Umland mehr Einwohner als erwartet zuziehen und Städten wie Luckenwalde, mit guter Bahnanbindung nach Berlin, wegen der steigenden Kinderzahl neue Kita-Plätze brauchen. Auch in ländlich geprägten Regionen fehlen schon Fachkräfte. Gleichzeitig hat Brandenburg seit Jahren steigende Steuereinnahmen zu verzeichnen. In der MAZ gestern war zu lesen, dass Eltern inzwischen teilweise 1 Jahr auf einen Kita-Platz warten müssen.

Negative Entwicklungsprognosen sind für Landesregierung und Landtagsmehrheit bequem. Niemand muss sich wegen der Finanzierung von zusätzlichen Kita- und Schulplätzen Gedanken machen, der Bedarf an Lehrern und Erziehern ist überschaubar und zwingt nicht zum Handeln, das Nahverkehrssystem wird immer weniger gebraucht.

Der FDP-Kreisvorsitzende Klaus Rocher meint: „Sofern Landesregierung und Landtagsmehrheit nicht bald die Realitäten in Brandenburg zur Kenntnis nehmen und Gelder für die Bewältigung des Bevölkerungswachstums beisteuern, wird dieses Wachstum wieder aufhören. Welches Elternteil kann ein Jahr auf einen Kita-Platz warten? Dann zieht die Familie eben wo anders hin.“