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Der Blick für die Realitäten im Leben

Ist der Mehrheit im Landtag einschließlich dem durch diese gestellten Innenminister Schröter (SPD) der Blick für die Realität im Leben verloren gegangen?

Am 30. März war ich Gast im Innenausschuss des Landtages und habe der Anhörung der Volksinitiative „Bürgernahes Brandenburg“ beigewohnt. Interessant waren die Fragen der Vertreter der Fraktionen von SPD und Linken und die Feststellungen des durch diese Fraktionen getragenen Innenministers.

Es mag ja noch angehen, wenn sich diese Vertreter nach wie vor auf längst überholte Einnahmezahlen und Bevölkerungsentwicklungszahlen für das Land Brandenburg stützen. Vielleicht haben Sie gar nicht gemerkt, dass ein Haushalt für 2017 und 2018 mit sehr hohen Einnahmen beschlossen wurde. Auch ist es doch denkbar, dass die Zunahme der Geburtenanzahl ihnen noch gar nicht durch das Landesamt für Statistik zur Kenntnis gegeben wurde.

Erschreckend fand ich, dass nur die fehlenden Verwaltungsfachkräfte wegen der demographischen Entwicklung diese Vertreter zu interessieren scheinen. Dabei dürfte es mit gesundem Menschenverstand erkennbar sein, dass dies für die Menschen eher ein geringeres Problem sein wird. Wenn, wie der Innenminister es nach Prognosen vorrausagt, 2030 in einigen Regionen Brandenburgs mehr als 50 % Rentner wohnen, wer bitte soll dann in diesen Regionen die anfallenden Arbeiten machen? Selbst wenn dort heute noch eine Arbeitslosigkeit von über 10 % wäre, auch ein Teil dieser Arbeitslosen ist dann Rentner. Auch in der Land- und Forstwirtschaft muss jemand arbeiten. Rentner wollen auch etwas zu Essen einkaufen, müssen zum Arzt, brauchen hin und wieder einen Handwerker in ihren Wohnungen und vieles andere mehr. Natürlich könnte diese Versorgung aus Berlin und Potsdam erfolgen. Aber wer will das bezahlen? Müssten nicht die konkreten Bedarfe an Fachkräften im Jahr 2030 in diesen Regionen ermittelt werden, in denen dann so viele Rentner wohnen? Dabei muss auch daran gedacht werden, dass heute Menschen im Durchschnitt ca. 20 Jahre Rente beziehen.

Um es plakativ zu machen: Aus meiner Sicht wird nicht das größte Problem der Menschen in den Regionen mit sehr hohen Rentneranteil an der Gesamtbevölkerung sein, ob und wie die öffentlichen Verwaltungen arbeiten. Deren Problem wird eher sein, ob ein Klempner zu einem erschwinglichen Preis innerhalb einer Woche kommt, wenn der Wasserhahn tropft.